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Frankfurt/Main (dpa)
Dax auf höchstem Stand seit fast zwei Jahren
15:25, 21. Februar 2017
Beflügelt von einem schwächeren Eurokurs und positiven Stimmungsdaten der Unternehmen aus dem Euroraum hat der deutsche Aktienmarkt seinen Höhenflug fortgesetzt.
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen

Der Dax übersprang kurzzeitig die Marke von 11 900 Punkten und kletterte damit auf den höchsten Stand seit Mai 2015. Für Unsicherheit sorgen aber weiterhin die griechische Schuldenkrise, die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump sowie die politische Lage in Frankreich vor den Präsidentschaftswahlen.

Der Dax notierte am Nachmittag 0,56 Prozent höher bei 11 893,61 Punkten. Börsianer sprachen von einem möglichen Befreiungsschlag, nachdem der Index zuletzt Schwung verloren hatte und der Rekordjagd an der Wall Street hinterhergehinkt war.

Sollten sich nun noch Käufer finden, würde sich das Blatt zum Positiven wenden, sagte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Seinen bisher höchsten Stand hatte der Dax im April 2015 bei 12 390 Punkten erreicht.

Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, stieg am Dienstag um 0,45 Prozent auf 23 560,49 Punkte. Kurz zuvor hatte er mit 23 571 Zählern ein Rekordhoch erreicht. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 0,95 Prozent auf 1917,33 Punkte. Dabei erreichte er den höchsten Stand seit 16 Jahren. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich 0,5 Prozent höher.

Die Titel von Kion verteuerten sich nach positiven Analystenkommentaren auf den höchsten Stand seit Mitte Oktober. In der Spitze ging es für sie bis auf 57,60 Euro nach oben. Zuletzt führten sie den MDax mit einem Plus von 4 Prozent an. Kion will seine Finanzierungslast mit der Ausgabe eines Schuldscheindarlehens senken.

Unter den Einzelwerten präsentierten sich die Aktien von Hugo Boss mit einem Plus von 2,6 Prozent in guter Form. Der Modekonzern habe die richtige Strategie ergriffen, sich auf seine Kernmarke im Premiumsegment zu fokussieren, schrieb Analyst Richard Chamberlain.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,06 Prozent am Vortag auf 0,07 Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,01 Prozent auf 142,61 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,27 Prozent auf 164,17 Zähler. Der Kurs des Euro notierte schwächer bei 1,0535 US-Dollar. Am Vortag hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,0616 Dollar festgesetzt.





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